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Bianca und Tom im Nationalpark Tierra del Fuego
Reisebericht

Tierra del Fuego National Park

Über 1.000 km fuhren wir von El Chaltén bis Ushuaia und erkundeten im Tierra del Fuego National Park den Sendero Costera, die Bahia Lapataia und den HITO XXIV.

Reisetagebuch Reisebericht 2 Min. Lesezeit

Als wir die Tour zu Hause in Österreich planten, überlegten wir lange, ob wir auch den südlichsten Teil Patagoniens besuchen oder ihn durch ein anderes Ziel ersetzen sollten. Nun, was sollen wir sagen: Tierra del Fuego gewann. Also fuhren wir von El Chaltén den ganzen Weg hinunter. Vor uns lagen über 1.000 km (600 Meilen) endlose patagonische Straßen, teilweise auf reiner Schotterpiste. Einschließlich der Fährfahrt bei Punta Delgada brauchten wir zweieinhalb Tage. Auf dem Weg nach Süden kamen wir am berühmten Rio Grande vorbei. Die Angler unter Euch kennen diesen Ort wahrscheinlich, denn dort gibt es die größten Meerforellen der Welt. Ein Freund von mir, selbst leidenschaftlicher Angler, drehte völlig durch, als ich ihm erzählte, dass ich dort vorbeigefahren war, ohne zu angeln!

Später kommst Du an Tolhuin vorbei, der letzten Stadt vor Ushuaia. Wir empfehlen Dir unbedingt, dort anzuhalten und die berühmte Bäckerei „La Unión“ zu besuchen. Wir konnten kaum glauben, wie viele Menschen bei diesem rund um die Uhr (24/7) geöffneten Treffpunkt für Einheimische und Besucher Halt machten. Sie kamen auf eine Tasse Kaffee, frisches Gebäck, Schokolade oder Brot. Seit mehr als 25 Jahren bereitet die Familie von Emilio Saez diese Köstlichkeiten zu. Die Wände sind mit Erinnerungen an nationale Prominente und unbekannte Gäste tapeziert, die dort ihre Fotos und liebevollen Sprüche hinterlassen haben.

Nach einer schier endlosen Fahrt erreichst Du schließlich Ushuaia, das oft als südlichste Stadt der Welt bezeichnet wird. Wie wir gelernt haben, ist es das streng genommen aber nicht. Ushuaia liegt am Ufer des Beagle-Kanals und dient als Ausgangspunkt für Fahrten in die Antarktis. Da waren wir also, am sogenannten Ende der Welt.

 

Blick über Ushuaia und den Beagle-Kanal von den Bergen Feuerlands

 

Als Erstes gingen wir zum örtlichen Tourismusbüro, um Informationen über empfohlene Wanderungen zu bekommen. Mit diesen Informationen beschlossen wir, die nächsten Tage direkt im Tierra del Fuego National Park zu verbringen und dort die Wanderwege zu erkunden. Insgesamt machten wir drei davon:

  • den „Sendero Costera“, auf dem Du am Beagle-Kanal entlangwanderst und das südlichste Postamt der Welt siehst
  • den Weg ganz am Ende der Ruta Nacional #3 in der Bahia Lapataia
  • und den HITO XXIV, der Dich direkt an die Grenze zwischen Argentinien & Chile führt

Die Bilder unten sind in derselben Reihenfolge angeordnet, damit Du Dir einen Eindruck von der Gegend machen kannst. Alle Wanderungen sind wirklich leicht. Falls Du Dich für einen Besuch entscheidest, solltest Du allerdings wissen, dass keine davon diesen einen spektakulären WOW-Moment bietet.

Unser Fazit: Lohnt sich der Tierra del Fuego National Park?

Die Wege waren leicht, und keiner bot den einen riesigen WOW-Moment. Gemeinsam zeigten sie uns aber die Wälder, Buchten und den Beagle-Kanal rund um Ushuaia. Uns gefiel der Park als ruhige Gesamtlandschaft besser als wegen einzelner großer Highlights.