Das Monument Valley liegt direkt an der Grenze zwischen Utah und Arizona, gleich neben dem Highway 163. Wir kamen auf dem Weg von Albuquerque zu den Nationalparks rund um Moab daran vorbei und bekamen dort unseren ersten richtigen Eindruck von den roten Felslandschaften im amerikanischen Südwesten.

Nach der langen Fahrt aus New Mexico ließ jede Mesa am Horizont die Straße stärker wie jenes Amerika aussehen, das wir aus Filmen kannten. Die berühmten Formationen erschienen erst nach und nach, wodurch die Anfahrt fast genauso viel Spaß machte wie die Ankunft.
Ankunft im Monument Valley
Wir verbrachten die Nacht im etwa 30 Meilen entfernten Kayenta in Arizona. Der Burger King in diesem kleinen Ort erlaubte RVs, Campern und Lastwagen, kostenlos auf dem Parkplatz zu übernachten. Es war nicht die romantischste Unterkunft unserer Weltreise, aber praktisch und perfekt für unser Budget.


Das Besucherzentrum steht direkt hinter dem Kassenhäuschen und neben dem Beginn der Rundfahrt durchs Tal. Das Monument Valley ist ein Navajo Tribal Park und kein US-Nationalpark, deshalb galt unser America the Beautiful Pass nicht. Im Jahr 2018 bezahlten wir 20 USD pro Auto.
Der 17 Meilen lange Valley Drive
Der Valley Drive ist eine 17 Meilen beziehungsweise 27 Kilometer lange Panoramarunde vorbei an den bekanntesten Aussichtspunkten. Mit vielen Fotostopps brauchten wir etwa zwei bis drei Stunden. Zwischen den üblichen Aussichtspunkten gibt es keine langen Wanderungen. Du fährst, parkst, gehst ein kurzes Stück und setzt die Fahrt zur nächsten Formation fort.

Die Straße ist nicht asphaltiert und manche Abschnitte waren in ziemlich schlechtem Zustand. Wir brauchten keinen Allradantrieb, doch der Campervan bekam definitiv eine kostenlose Staubschicht. Große RVs und Busse waren auf der Runde nicht erlaubt. Wer mit einem Mietwagen unterwegs ist, sollte vor dem Verlassen der asphaltierten Straße prüfen, was die Versicherung tatsächlich erlaubt.
Mesas, Buttes und vertraute Ausblicke
Sein unverwechselbares Aussehen verdankt das Monument Valley unterschiedlichen Sandsteinformationen. Mesas sind breit und flach, Buttes sind kleinere, frei stehende Türme und schmale Felsspitzen ragen fast wie Nadeln aus der Wüste. Die Runde beginnt bei jenen Formationen, die jeder von Postkarten, Filmen und alten Western kennt.


Sie in Wirklichkeit zu sehen, war eigenartig, weil uns die Landschaft so vertraut vorkam, obwohl keiner von uns je dort gewesen war. Das wahre Größenverhältnis wurde erst deutlich, als ein Auto auf der Straße unterhalb einer der Buttes auftauchte.
Stopps entlang der Rundfahrt
Die meiste Zeit verbrachten wir damit, aus dem Auto zu steigen, ein paar Meter zu gehen und zu versuchen, die riesige Landschaft auf einem Foto unterzubringen. Die Aussichtspunkte boten verschiedene Blickwinkel, aber auch die Straße selbst gehörte zum Erlebnis. Sie wand sich durch die rote Wüste, anstatt uns in sicherer Entfernung an einem Aussichtspunkt zu halten.



In der Gegend gab es Wanderwege, doch wir blieben bei der Panoramarunde, weil das Monument Valley nur ein Stopp auf unserer viel längeren Route in Richtung Canyonlands und Arches war. Die Runde bescherte uns die Ausblicke, wegen denen wir gekommen waren, ohne den Tag in ein weiteres ganztägiges Wanderprogramm zu verwandeln.
Übernachten in der Nähe des Monument Valley
Das View Hotel ist das einzige Hotel direkt im Monument Valley. Seine Balkone blicken auf die berühmten Formationen, der Name ist also nicht besonders kreativ, aber vollkommen treffend. Die Preise waren ordentlich amerikanisch und der Eintritt war nicht enthalten. Die gleiche Geschichte wie mit den Steuern: Warum können sie nicht einfach im angezeigten Preis enthalten sein?
Gegenüber dem Hotel gab es außerdem einen Campingplatz. Die Aussicht war nicht weniger beeindruckend, Duschen waren vorhanden und es war die günstigere Möglichkeit, im Tal aufzuwachen. Wir blieben außerhalb des Parks in Kayenta. Hätten wir für diesen Stopp mehr Geld ausgeben wollen, wäre der Campingplatz unsere Wahl gewesen.
Würden wir das Monument Valley wieder einplanen?
Vor unserer Ankunft hatten wir völlig unterschiedliche Meinungen gelesen. Manche bezeichneten das Monument Valley als Sehenswürdigkeit, die jeder einmal gesehen haben muss, andere fanden die umliegenden Nationalparks deutlich spektakulärer.
Beide Ansichten ergaben für uns Sinn. Das Monument Valley ist ein relativ kleines Gebiet und lässt sich in wenigen Stunden erkunden. Es war ein hervorragender Auftakt für unsere Route durch den Südwesten, mit genügend beeindruckenden Formationen, um die Fahrt zu rechtfertigen. Wäre es erst nach Zion, Bryce, Arches, Canyonlands und dem Grand Canyon gekommen, wäre es vielleicht nicht unser Favorit gewesen. An genau dieser Stelle unserer Route passte es perfekt.