Los Angeles war für uns kein kompakter Städtetrip. Es wurde eine Woche aus einzelnen Tagen, verbunden durch den Verkehr: Achterbahnen bei Six Flags, Fahrgeschäfte rund um Filme bei Universal, eine Tandemroute entlang der Strände und ein voller Tag im Disneyland in Anaheim.
Diese Mischung passte besser zu uns, als jedes berühmte Viertel in eine Checkliste zu zwängen. Wir wollten die Küste und die Parks erleben, also investierten wir genau dort unsere Zeit und unser Budget.
Zum Auftakt ins Six Flags Magic Mountain
Wir übernachteten in Santa Clarita und kamen ungefähr eine Stunde vor der Öffnung bei Six Flags an. Die Route zu planen war wichtig, weil der Park groß war und sich die Wege zwischen den Fahrgeschäften summierten. An einem Wochentag waren die Warteschlangen kürzer, als sie am Wochenende gewesen wären.


Full Throttle war der perfekte Einstieg: vorwärts und rückwärts, Höhe und ein Looping, der uns auf den Tag vorbereitete. Goliath lieferte den gewaltigen Fall, ohne uns auf den Kopf zu stellen, während Twisted Colossus zwei Schienen nutzte und sich lang genug anfühlte, um die Fahrt zu genießen, statt sie nur zu überleben.
Unsere liebsten Fahrgeschäfte bei Six Flags
Tatsu wurde zu einer unserer Lieblingsachterbahnen, weil uns die Sitze mit dem Gesicht nach unten kippten. Da die Schienen größtenteils aus unserem Blickfeld verschwanden, fühlte es sich erstaunlich nah am Fliegen an. Apocalypse sah weniger spektakulär aus, bewies aber, wie viel Spaß eine schnelle Holzachterbahn auch ohne Loopings machen kann.
Superman war das vollkommen unvernünftige Finale: extrem schnell, hoch und rückwärts. Auch Riddler’s Revenge gefiel uns, doch Fahrgeschäfte wie Scream, Viper und X2 gingen stark auf Kopf und Nacken. Ninja rüttelte uns durch, ohne dafür genug Nervenkitzel zu bieten.
Wir nutzten die kleineren Schließfächer bei den Fahrgeschäften statt des teuren Tagesschließfachs und warteten bis zum Abend, bevor wir entschieden, ob sich eines der Fotos von den Fahrten zu kaufen lohnte. Das Essen im Park war teuer. Daher zahlten sich sowohl ein früher Start als auch ein wenig Planung aus.
Universal Studios und die Welt hinter der Leinwand
Die Universal Studios verbanden einen Freizeitpark mit der regulären Studiotour. Wir starteten früh, statt uns zur geschäftigsten Tageszeit in die Warteschlange einzureihen. Die Tour zeigte Außenkulissen und Effekte, während uns auf der unteren Ebene Transformers, The Mummy und die Wasserbahn von Jurassic Park erwarteten.

In der Harry Potter World gab es Butterbier, Kürbissaft und den am vollständigsten gestalteten Themenbereich. Die Walking-Dead-Attraktion war ein begehbares Erlebnis statt eines Fahrgeschäfts und sorgte für eine andere Art von Nervenkitzel. Für mehr technische Details über Studios und Requisiten entschieden wir uns später zusätzlich für die separate Tour bei Warner Bros.
Mit dem Tandem von Santa Monica nach Manhattan Beach
Nach den Parks brauchten wir einen Tag im Freien. Wir mieteten in Santa Monica ein Tandem und folgten dem Küstenweg durch Venice und Marina del Rey in Richtung Manhattan Beach. Eine Strecke war ungefähr 21 Kilometer lang und flach genug, um uns auf die Menschen und Orte am Wegesrand zu konzentrieren.



Venice bot genau jene Szenen, die wir erwartet hatten: Muscle Beach, Basketballplätze, Skater, Geschäfte und Menschen, die vor einem Publikum auftraten, das vielleicht stehen blieb und vielleicht auch nicht. Es war voll, eigenartig und vom Fahrrad aus deutlich interessanter als aus dem Auto.


Zum Sonnenuntergang zurück nach Santa Monica
Als das Licht weicher wurde, fuhren wir auf demselben Küstenweg zurück. Rettungsschwimmertürme, breiter Sand und der Santa Monica Pier ersetzten den Lärm von Venice. Ein Eis war die notwendige Belohnung dafür, den Großteil des Tages zwei Menschen auf einem Fahrrad koordiniert zu haben.


Ein voller Tag im Disneyland Anaheim
Im Disneyland ging es weniger um extreme Fahrgeschäfte und mehr darum, in acht sorgfältig gestaltete Welten einzutauchen. Nach Six Flags war dieser Unterschied willkommen. Wir nutzten den Tag für die klassischen Attraktionen, Figuren, die Parade und den Park nach Einbruch der Dunkelheit, statt jede Stunde nur nach dem Adrenalinspiegel zu beurteilen.



Weiter entfernt zu parken und 20 bis 30 Minuten zu Fuß zu gehen sparte uns die offizielle Parkgebühr. Im Park half uns der MaxPass, den Tag zu organisieren. Die Parade und die Atmosphäre waren allerdings genauso wichtig wie die Fahrgeschäfte selbst.


Das Disneyland nach Einbruch der Dunkelheit
Der Park wurde noch schöner, als die Lichter angingen. Das Dornröschenschloss wechselte seine Farbe, die Main Street füllte sich für die nächtliche Show und der Tag endete mit genau jenem perfekt inszenierten Disney-Finale, das wir erwartet hatten.

Vier völlig unterschiedliche Tage hatten uns jenes Los Angeles gezeigt, das wir erleben wollten: die extremsten Achterbahnen, Filmsets und Fahrgeschäfte, eine lange Route am Strand und Disney-Nostalgie. Das war kein vollständiger Reiseführer für die Stadt. Es war unsere Woche dort.
Als Nächstes ließen wir Los Angeles hinter uns und fuhren in den Joshua Tree Nationalpark.