Schon vor unserer Reise nach Chile hatten wir oft gelesen, wie spektakulär die Wanderung auf dem Sendero Sierra Nevada im Conguillio National Park sein soll. Unser bewährter Lonely Planet bezeichnete sie sogar als „…die schönste Wanderung im Süden Chiles“. Und was sollen wir sagen: Die Tour hielt, was all diese Beschreibungen versprachen.
Schon bei der Einfahrt in den Nationalpark führt die kurvige Straße durch eine malerische Vulkanlandschaft, flankiert von Bergen und aktiven Vulkanen. Zwischen all dem dunklen Lavagestein wirkt die Umgebung wie aus einem Science-Fiction-Film. Nur wenige Meter weiter liegt plötzlich ein glasklarer See, aus dessen Oberfläche abgestorbene Bäume ragen.




Die Wanderung beginnt auf einem Parkplatz in der Nähe von Playa Linda und dauert als Rundweg insgesamt 4-5 Stunden. Der Weg ist in ausgezeichnetem Zustand und steigt gleichmäßig an. Zuerst gehst Du durch den Wald, begleitet vom Zwitschern der Vögel. Schon bald erreichst Du den ersten von drei Aussichtspunkten mit einem großartigen Blick über die Gegend. Danach wird der Wald immer lichter und die ersten Araukarien tauchen auf, die ich, das muss ich zugeben, zuvor noch nie gesehen hatte. Je höher Du kommst, desto spektakulärer wird die Aussicht. Links überblickst Du das gesamte Tal und bei klarem Wetter den Vulkan im Hintergrund. Rechts liegen eine gewaltige Bergkette und scheinbar endlose Araukarienwälder. Der Endpunkt der Tour ist der Mirador Cumbre auf etwa 1.400 m (4.500 ft) Höhe.



