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Hoher Gjaidstein am Dachstein in der Steiermark
Reisebericht

Obersteiermark: Grüner See, Spiegelsee, Dachstein und Stoderzinken

Drei Tage in der Obersteiermark mit Grünem See, Spiegelsee auf der Reiteralm, Dachstein, Hohem Gjaidstein und einer Wanderung auf den Stoderzinken.

Reisetagebuch Reisebericht 5 Min. Lesezeit

Unsere Unterkunft: Wir übernachteten in der wunderschönen Holzhackerhütte direkt auf der Planai. Von dort hast Du einen herrlichen Blick über das Tal bis zum Dachstein. Die Besitzer sind sehr freundlich und das Essen war außergewöhnlich gut. Wir hatten Frühstück & Abendessen gebucht.

Hier kannst Du die Unterkunft direkt für Deinen nächsten Aufenthalt in Schladming buchen: Holzhackerhütte, Planai

Der erste Stopp auf unserer dreitägigen Reise in die Obersteiermark war der Grüne See. Dieses Naturjuwel bei Tragöß war kurz zuvor zu einem der schönsten Schätze der Steiermark gewählt worden. Natürlich mussten wir es uns ansehen. Wir starteten sehr früh in Graz, damit wir den Ort ohne Tausende Touristen genießen konnten. Gegen 9:30 Uhr kamen wir an und machten uns gleich auf den Weg zum See, den wir nach ungefähr 15 Minuten erreichten. Der schöne Weg führt durch unberührte Wälder, über denen die Hochschwab-Berge thronen. Der See ist wirklich wunderschön, smaragdgrün und kristallklar. Woher der Name kommt, ist also kein großes Rätsel. Natürlich mussten wir unsere Füße ins Wasser halten und bekamen dabei beinahe Gehirnfrost. Der See hat nur 6–7 Grad (43–45 Fahrenheit), da er im Frühjahr durch die Schneeschmelze entsteht. Ein leichter, 30–45-minütiger Rundweg führt um den See und bietet immer neue, aber gleichermaßen beeindruckende Ausblicke auf das smaragdgrüne Wasser und die umliegenden Berge. Er endet beim Gasthaus „Grüner See“, wo Du typisch österreichische Gerichte genießen kannst.

Der Spiegelsee auf der Reiteralm

Zu unserem nächsten Stopp in der Dachsteinregion fuhren wir über eine kleine Passstraße. Sie führte uns direkt nach Trofaiach und weiter zur Autobahn, bescherte uns auf einem Schotterabschnitt aber auch ein wenig Offroad-Feeling. Nachdem wir in der Holzhackerhütte direkt neben der Piste auf der Planai eingecheckt hatten, waren wir noch motiviert genug für eine weitere Wanderung. Diesmal sollte es zum Spiegelsee auf der Reiteralm gehen. Wir folgten dem Weg den Berg hinauf und überlebten dabei erfolgreich den Angriff einer Kuh. Von solchen Fällen liest und hört man immer wieder, aber man glaubt natürlich nie, dass einem das selbst passieren könnte. Wenig später begegneten wir den nächsten Tieren: kleinen braunen Fellkugeln, die am Wegesrand entspannten und die wir als Gämsen identifizierten. Große Faunaexperten sind wir allerdings nicht. Das einzige Tier, das Bianca aus 1 Kilometer Entfernung erkennt, ist eine Schlange, selbst wenn es nur eine winzige Babyschlange ist. Ansonsten kann sie kaum eine Katze von einem Hund unterscheiden. Also entschied Tom, dass es Gämsen waren, und Bianca stimmte zu. Mindestens 10 Minuten lang fotografierten und filmten wir sie aus jeder Perspektive, bevor wir die Wanderung fortsetzten. Die Wanderung ist leicht bis mittelschwer und die Aussicht beeindruckend. Etwa eine Stunde lang ging es querfeldein und bergauf, vorbei am „Untersee“, bis wir schließlich den Spiegelsee erreichten. Wir setzten uns auf eine Bank und genossen einen kleinen Snack, die frische Luft und die klare Sicht auf den See und das Dachsteinmassiv. Es sieht wirklich so aus, als wäre der Himmel gerade vom … nun ja, Himmel gefallen und direkt im See gelandet. Dort oben auf der Reiteralm ist der Himmel also tatsächlich ein Ort auf Erden. Zurück gingen wir auf derselben Route und genossen den Rückweg genauso sehr wie den Hinweg.

Nach einem köstlichen Abendessen in unserer Hütte und einem schönen Blick auf die Berge rund um die Planai und den Ort Schladming schliefen wir sehr gut. So sammelten wir genug Energie für unsere Pläne am nächsten Tag.

Den Dachstein erkunden

Für den nächsten Tag hatten wir um 11:00 Uhr ein Ticket für die Dachstein-Gondel vorgebucht. Im Sommer solltest Du das unbedingt im Voraus erledigen, denn viele Touristen haben dieselbe Idee und wollen auf den Dachstein. Nach einer etwa 10-minütigen Gondelfahrt kamen wir auf dem Dach der Steiermark an, ihrem höchsten Berg und einer wahren Naturschönheit. Prüfe vor der Fahrt auf den Dachstein unbedingt das Wetter. Selbst im August kann es dort oben eisig kalt werden. Mit der richtigen Kleidung ist das aber kein Problem. Als wir ankamen, war es sehr neblig und wir sahen kaum etwas von der Umgebung. Deshalb verschoben wir die Hängebrücke und die Treppe ins Nichts auf später und machten stattdessen eine Wanderung. Ursprünglich wollten wir nur bis zum „Kleinen Gjaidstein“ gehen. Weil uns der Weg so gut gefiel, entschieden wir uns dann aber für die große Tour bis zum „Hohen Gjaidstein“. Der Weg selbst ist nicht allzu schwierig, umfasst jedoch einige mittelschwere Kletterpassagen, für die Du etwas Kraft brauchst.

Die Aussicht vom Hohen Gjaidstein belohnt Dich für alle Mühen unterwegs. Wir hatten wirklich Glück, denn genau als wir das Ziel erreichten, klarte es auf und wir konnten das herrliche Panorama der Dachsteinregion genießen. Weil sich das Wetter gebessert hatte, beschlossen wir, nach unserer Rückkehr zur Gondelstation noch über die Hängebrücke zu gehen. Tom genoss es sehr. Bianca gab zumindest ihr Bestes und versuchte es wirklich. Höhe gehört nicht gerade zu den Dingen, die sie am meisten liebt. Der Gang über die Brücke war jedoch aufregend, und da sie Nervenkitzel liebt, war es am Ende okay. Nach der Hängebrücke kannst Du noch auf die Treppe ins Nichts gehen. Für Bianca war das eine noch größere Herausforderung, obwohl der Nebel inzwischen zurückgekehrt war. Sie wusste schließlich, dass sich unter ihr sehr viel Nichts befand. Nach einem kurzen inneren Kampf trat sie für etwa 3 Sekunden auf die Treppe. Danach war es schon fast Zeit, wieder vom Berg herunterzufahren. Einen schnellen Rumtee später machten wir uns mit wundervollen Erinnerungen an einen perfekten Tag am Dachstein auf den Weg ins Tal.

Wanderung auf den Stoderzinken

Der nächste Tag war bereits unser letzter in der Region. Wir beschlossen, auf den Stoderzinken zu wandern, den Hausberg von Gröbming. Mit dem Auto fuhren wir bis zum Gasthaus Steinerhaus und gingen von dort weiter zum Gipfel. Für den Aufstieg nahmen wir nicht den direkten Weg, den hoben wir uns für den Rückweg auf. Stattdessen folgten wir zunächst dem Rundweg und bogen später rechts auf den Weg zum Gipfel ab. Nach einer ziemlich anstrengenden Stunde kamen wir oben an. Die Aussicht war genauso beeindruckend wie an den Tagen zuvor. Über unseren Köpfen flogen Paragleiter hinweg, und wir schmiedeten gleich den Plan, das an einem unserer nächsten Reiseziele ebenfalls auszuprobieren. Damit endete unsere Reise in die Obersteiermark. Unser nächster Stopp war der Südosten.

Unser Reisetipp für die Region Schladming

Wenn Du zwei oder mehr Nächte bleibst, ist in Deiner Unterkunft höchstwahrscheinlich die Schladming-Dachstein Sommercard enthalten. Achte bei der Buchung darauf. Mit der Karte kannst Du alle Mautstraßen auf die Berge und die Gondeln kostenlos nutzen.

Unser Fazit: Was hat uns rund um Schladming am besten gefallen?

Spiegelsee, Dachstein und Stoderzinken bescherten uns drei völlig unterschiedliche Bergtage in einer Region. Wir hatten Glück mit der Aussicht, froren am Dachstein trotzdem ordentlich und wärmten uns danach mit einem Rumtee wieder auf.