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Spektakulärer Blick vom Tafelberg bei Sonnenuntergang
Reisebericht

Kapstadt & Kap der Guten Hoffnung #maximaCOMEPASS

Drei Tage rund um Kapstadt: Lion’s Head, Camps Bay, Muizenberg, Tafelberg, Chapman’s Peak Drive und die Kap-Halbinsel bis zum Kap der Guten Hoffnung.

Reisetagebuch Reisebericht 7 Min. Lesezeit

Kapstadt & die Kap-Halbinsel in 3 Tagen

Da wir nicht gerade die größten Stadtliebhaber sind, New York geht natürlich immer, beschlossen wir, Kapstadt in 2 Tagen zu erkunden. Lonely Planet sagt, dass es möglich ist. Also muss es wohl stimmen.

Wir nahmen den Nachtflug von Frankfurt nach Kapstadt. 12 Stunden sind lang genug, um zu essen und etwa 8 Stunden zu schlafen. Genau das taten wir auch, denn Condor bot nur zwei Filme kostenlos an: Garfield und Harry Potter. Da wir keinen von beiden sehen wollten, schliefen wir und kamen einigermaßen erholt an. Um 8:20 Uhr morgens landeten wir, holten unser Gepäck ab, Gott sei Dank war es da, und übernahmen den Mietwagen. Nun konnte unsere Weltreise endlich wirklich beginnen. Unser erster Stopp war das Guesthouse in Newlands, einer netten Gegend, die uns sicher vorkam. Wir checkten in unser Zimmer mit Blick auf den Tafelberg ein, könnte schlimmer sein, und machten uns sofort auf den Weg in die Stadt.

Lion’s Head

Der Tafelberg war nicht wirklich wolkenfrei, Lion’s Head dagegen schon. Also wanderten wir auf den Lion’s Head. Es ist eine mittelschwere 45-minütige Wanderung mit einigen schwierigeren Kletterpassagen. Der Weg führt einmal um den Berg herum und bietet dadurch den perfekten Blick auf Camps Bay Beach, Signal Hill, die Waterfront sowie den Tafelberg & die Twelve Apostles. Wir genossen die Wanderung sehr, bis wir den Sonnenplatz einer Puffotter kreuzten. Ja, es war Puffotter-Saison, und das hätte uns nicht überraschen dürfen, wenn wir uns vorher einfach informiert hätten. Nun, das ist nicht unser Stil, schon weil es uns von solchen Dingen abhalten könnte. Vor allem Bianca hätte mit Sicherheit protestiert, denn ihre Liebe zu Schlangen hält sich in Grenzen. Wir entdeckten die Puffotter jedenfalls erst, nachdem eine Gruppe Menschen sie bereits gestört hatte und sie schon auf der Flucht war. Für uns stellte sie daher keine Gefahr dar. Der Blick vom Gipfel ist einfach unglaublich und entschädigt für solche Begegnungen, wenn es klar ist. Bei uns zog es leider genau dann zu, als wir oben ankamen, weshalb wir nur einen kleinen Blick auf Kapstadt erhaschen konnten.

Camps Bay Beach

Danach wollten wir auf den Tafelberg. Unsere Motivation verschwand jedoch schnell, als uns die Dame an der Gondelstation erklärte, dass die Sicht gleich null war. Natürlich sahen wir die massive Wolke, die den halben Berg bedeckte. Wir hofften trotzdem, es wäre nicht so schlimm, wie es aussah. Also änderten wir unsere Pläne und warteten auf einen besseren Zeitpunkt. Dabei trafen wir zufällig eine Verwandte von Tom. Eine lustige Geschichte, aber nicht das erste Mal, dass uns so etwas passierte. Wir treffen einfach überall Menschen, die wir kennen. Wir machten das Beste aus unserem Pech und gingen auf der Terrasse des Hard Rock Café am Camps Bay Beach etwas trinken und einen köstlichen Burger essen. Dazu gab es einen herrlichen Blick auf den Strand und das Meer. Nach einem Spaziergang am Strand war es fast Zeit für den Sonnenuntergang. Den verbrachten wir am Chapman’s Peak Drive, einer der besten Küstenstraßen der Welt. Die „Route de Crête“ in Frankreich, in der Provence zwischen Cassis und La Ciotat, gefiel uns noch besser. Trotzdem war die Fahrt großartig und die Aussicht atemberaubend.

Muizenberg

Unser zweiter Tag begann am Muizenberg Beach, nur eine 30-minütige Fahrt von Kapstadt entfernt. Der Strand wurde durch seine kleinen bunten Strandhäuschen weltberühmt. Nicht ohne Grund zählt er zu DEN Fotospots, denn der Ort ist wirklich fotogen. Wir spazierten durch den weißen Sand und hatten zum ersten Mal das Gefühl, tatsächlich im Urlaub zu sein. Wir beobachteten die Surfer in den Wellen, sahen Afrikanern beim Fußballspielen am Strand zu und sogen die Schönheit Südafrikas auf.

Signal Hill & Tafelberg

Für den Nachmittag war der Tafelberg wolkenfrei vorhergesagt. Nach unserer kleinen Auszeit am Strand fuhren wir deshalb zurück nach Kapstadt. Leider sah er genauso aus wie am Tag zuvor. Stattdessen ging es auf den Signal Hill, eine Verlängerung des Lion’s Head direkt gegenüber vom Tafelberg. Wenigstens wollten wir den Blick auf den in Wolken versinkenden Berg genießen. Gerade hatten wir unseren Picknicktisch mit Cappuccino und einem frischen Donut aufgebaut, sehr lecker, als plötzlich die Spitze des Tafelbergs auftauchte. Blitzschnell packten wir alles zusammen, zogen ordentliche Schuhe und eine Jacke an, fuhren zurück, parkten das Auto und mussten nicht einmal anstehen. Das kommt praktisch nie vor, denn bei klarem Berg sind 2 Stunden Wartezeit keine Ausnahme. Wir sprangen in die Gondel und verbrachten zwei großartige Stunden oben. Der gut gepflegte Rundweg auf dem Gipfel bietet einen 360°-Panoramablick über die Stadt und an sehr klaren Tagen bis zum Kap der Guten Hoffnung. Wenn Du auf den Tafelberg möchtest, solltest Du Dein Ticket online buchen. Es ist sieben Tage gültig und hilft Dir, zumindest einen Teil der Warteschlange zu umgehen. Entscheidest Du Dich wegen der Wolken gegen die Fahrt, bekommst Du den vollen Preis zurück. Ist der Berg bedeckt, brauchst Du wirklich nicht hinaufzufahren. Es wäre Zeit- und Geldverschwendung. Oben kann es eisig kalt werden und ohne Aussicht macht es keinen Spaß. Wenn Du dagegen einen klaren Tag erwischst, zögere nicht. Es lohnt sich absolut. Nimm unbedingt eine warme Jacke mit, selbst wenn es unten warm ist, außerdem Wollmütze, Schal, Handschuhe und natürlich Deine Kamera.

Kap der Guten Hoffnung

Nach zwei Tagen in Kapstadt fuhren wir nach Süden, um die Kap-Halbinsel zu erkunden. Mit dem Auto brauchst Du etwa eine Stunde bis zum Kap der Guten Hoffnung, dem südwestlichsten Punkt des afrikanischen Kontinents. Da wir uns selbst als „Punkt“-Touristen bezeichnen und bereits alle südlichsten Punkte der Südhalbkugel besucht hatten, nicht die Antarktis, aber Slope Point in Neuseeland und den Beagle-Kanal in Tierra del Fuego, Argentinien, mussten wir natürlich auch diesen besuchen. Und ehrlich gesagt ist er der schönste. Wir begannen unsere Tour an den Schildern des Kaps der Guten Hoffnung, die viele Touristen anziehen. Für das unvermeidliche Foto mit dem Schild stellten wir uns an. Tom machte nur mit, weil Bianca darauf bestand. Das Licht war schlecht, und wir ließen jemand anderen ein Foto von uns machen, was wir sonst nie tun, weil Tom es hasst. Danach begann der spaßigere und weniger touristische Teil: der Weg zum Cape Point Lighthouse. Die Wanderung bis zum Leuchtturm dauert etwa 1 – 1.5 Stunden. Sie führt an den steilen Klippen des Kaps entlang und bietet fantastische Blicke auf den Ozean und den Leuchtturm. Wir wanderten bis zum Dias Beach, einem der schönsten Orte der Erde. Vom Wanderweg führen Stufen hinunter, wie eine Treppe zum Himmel. Wir liebten den Ort so sehr, dass wir etwa zwei Stunden in der Sonne lagen und den Postkartenblick auf den weißen Sand und das Meer genossen. Dann gingen wir zurück zum Auto und fuhren zum Leuchtturm. Die 5-minütige Fahrt fühlte sich wie eine Safari an, zumindest für uns, die noch nie auf Safari gewesen waren, denn wir sahen einen Strauß, Affen und eine Schildkröte. Der Aufstieg zum Cape Point Lighthouse dauert etwa 10 Minuten und ist ziemlich einfach. Anschließend folgten wir dem „Lighthouse Keepers Trail“ zum Dias Viewpoint. Dafür brauchst Du noch einmal ungefähr 15 Minuten, und es lohnt sich absolut. Dort stehst Du ganz am Ende der Halbinsel und genießt einen wunderschönen Blick auf die 12 Apostel, den Leuchtturm und die Klippen des Kaps.

Unsere Übernachtungen

Glenhaven Guesthouse, Kapstadt

Wir verbrachten zwei Nächte im Glenhaven Guesthouse in Kapstadt. Die Gegend erschien uns sicher, und ein Supermarkt ist zu Fuß erreichbar. Das Zimmer war sehr geräumig und bot einen richtig schönen Blick auf den Tafelberg, sowohl vom Bett als auch vom Badezimmer. Im Zimmerpreis waren ein köstliches Frühstück und ein bewachter Parkplatz enthalten. Der Preis betrug 25 Euro pro Person und Nacht. Du findest es auf Booking.com: Glenhaven Guesthouse

De la Hilcremat Guesthouse, Simon’s Town

Wir verbrachten eine Nacht im Simon’s View Guesthouse in Simon’s Town auf der Kap-Halbinsel. Wir fanden es eine gute Idee, nach unserem Tag am Kap der Guten Hoffnung nicht nach Kapstadt zurückfahren zu müssen, und genossen die kurze Fahrt vom Cape Point zum Guesthouse sehr. Das Guesthouse liegt eingebettet in den Hügeln mit Blick auf das Meer. Das Restaurant Dixie’s ist vom Guesthouse zu Fuß erreichbar, rund 500 Meter, und wir können es wirklich empfehlen. Von außen sieht es nicht besonders einladend aus, innen ist es aber sehr nett, das Essen ist köstlich und die Preise sind angemessen. Das Guesthouse bietet weder Frühstück noch einen bewachten Parkplatz und kostet rund 20 Euro pro Person und Nacht. Du findest es auf Booking.com: De la Hilcremat Guesthouse

Unsere Highlights entlang der Garden Route beschreiben wir in einem eigenen Bericht.

Unser Fazit: Wie viel Zeit brauchte Kapstadt?

Drei Tage boten uns eine kompakte Mischung aus Stadt, Stränden, Bergen und der Kap-Halbinsel. Lion’s Head und der Weg hinter dem berühmten Schild am Kap der Guten Hoffnung blieben uns stärker in Erinnerung als das bloße Abhaken der üblichen Aussichtspunkte.